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Parkett ist nicht gleich Parkett

Insbesondere im Wohnbereich wird Holz immer beliebter – es gibt dem Wohnambiente eine ansprechende Natürlichkeit und Gemütlichkeit.

Insbesondere im Wohnbereich wird Holz immer beliebter – es gibt dem Wohnambiente eine ansprechende Natürlichkeit und Gemütlichkeit. Ebenso passt er sich nahezu der Raumtemperatur an und schmeichelt somit unseren Füßen. Neben Schränken und Tischen aus Holz werden hierfür häufig Parkettböden eingesetzt.

 

 

Ein Parkettboden schützt die Umwelt, da er ein nachwachsender Rohstoff ist. Anfangs scheint dieser Bodenbelag recht teuer zu sein, welches sich jedoch, nach einiger Zeit, durch eine hohe Lebensdauer von ca. 40 – 100 Jahren bezahlt macht. Spricht man von einem Holzboden, so unterscheidet man hier zwischen einem Parkett, Dielenboden oder Fertigparkett. Bei einem Massivparkett hat man die Wahl zwischen Stab-, Tafel- und Mosaikparkett. Stabparkette unterscheiden sich in der Größe der einzelnen Stäbe oder Riemen. Mosaik- und Tafelparkette werden in kompletten Verlegeeinheiten verarbeitet.

 

In der Gestaltung hat das Parkett durch die unterschiedlichen Verlegemuster, wie z.B. Fischgrät, Schiffsboden, Würfel etc. eine große Vielseitigkeit. Somit wirkt jeder Raum anders. Eine individuelle Raumgestaltung erhält man ebenso durch das Einarbeiten von Intarsien. Hier dürfte für jeden Geschmack etwas dabei sein.

 

Grund für die lange Lebensdauer eines Holzbodens, ist die entsprechende Renovierbarkeit. Da die einzelnen Parkettstäbe eines Massivholzbodens aus einer Dicke von 14 bis 22 Millimetern bestehen, kann man diese bis zu 10-mal abschleifen und neu lackieren. So erhält der Parkettboden immer wieder ein frisches Erscheinungsbild.

 

Fertigparkett ist günstiger und hat eine nur ca. 4 – 6 Millimeter dicke Holzschicht, die auf eine Trägerplatte, aufgebracht ist. Diese können dadurch nur ca. 2 – 3 Mal bearbeitet werden und haben somit eine wesentlich geringere Lebensdauer als Massivholzparkette.

 

Die Verlegung eines Parkettbodens erfolgt entweder schwimmend oder er wird mit dem Untergrund vollflächig verklebt. Bei der schwimmenden Verlegung erhöht man durch einen darunter liegenden Vlies den Trittschallschutz und beugt klappernden Geräuschen vor. Durch das Verbinden mit dem Untergrund lässt sich das Abschleifen des Bodens einfacher durchführen, da das Parkett sich nicht verschiebt. Allerdings sollte man beim Verkleben beachten, dass hier eine große Menge an Kleber benötigt wird, der Lösungsmittel enthalten kann. Außerdem erschwert das Verkleben die Verlegearbeit. Die Verlegung eines Fertigparketts kann problemlos von einem Laien selbstständig durchgeführt werden, da diese bereits mit Nut und Feder versehen sind und somit meist mit einem modernen Klicksystems dem Bauherren helfen. Die Oberfläche ist ebenfalls schon vorbehandelt. Beim Massivboden ist diese noch zu Ölen oder lackieren um den Boden vor äußeren Einflüssen zu versiegeln.

 

Da heute meist im Neubau mit modernen Heizsystemen gearbeitet wird, die Fußbodenheizung voraussetzen, erschwert dies natürlich dem Bauherrn die Wahl zwischen Fliesen oder Holz. Jedoch auch hier eine gute Nachricht. Sowohl ein Laminatboden wie auch Holzboden ist heutzutage für Fußbodenheizung geeignet. Hier ist jedoch beim Kauf auf einen entsprechenden Hinweis zu achten, bzw. sich von einem Spezialisten beraten zu lassen.

 

Kathrin Möhlig - Samira

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